Noch 95 Tage bis zum 21. Sachsen-Anhalt-Tag

VON JÖRG MÜLLER

EISLEBEN/MZ - Wer schon immer mal in ein historisches Kostüm schlüpfen wollte, hat dazu am Sonntag, 18. Juni, Gelegenheit. An diesem Tag steht mit dem Festumzug einer der traditionellen Höhepunkte des Sachsen-Anhalt-Tages auf dem Programm. "Wir suchen noch Leute, die als Darsteller im Umzug mitlaufen möchten", sagt Ute Klopfleisch. Die Sachgebietsleiterin Öffentlichkeitsarbeit/Kultur in der Eisleber Stadtverwaltung und ihre Kollegin Ute Reichenbach sind im Organisationsteam für das Landesfest für den Umzug und das Programm zuständig. Neben Darstellern seien auch noch Helfer zur Absicherung des Festumzugs willkommen, so Reichenbach.

"Wir wollen eine Geschichte mit vielen historischen Bildern erzählen", sagt Klopfleisch. Als Gastgeberstadt werde Eisleben den Umzug anführen und natürlich besonders im Blickpunkt stehen. Der Festumzug werde insgesamt rund zwei Kilometer lang sein. "Wir rechnen mit circa 3 200 Mitwirkenden", so Reichenbach. Die Teilnehmer werden sich in der Glumestraße bis zur Karl-Fischer-Straße sowie in der Magdeburger Straße bis zur Helbraer Straße aufstellen. Vom Freistraßentor wird der Umzug über die Nußbreite, die Sangerhäuser Straße, den Markt, den Plan und die Lindenallee führen.

"Wir haben Informationsveranstaltungen durchgeführt und 110 Vereine in der Stadt und den Ortsteilen angeschrieben", so Reichenbach. "Der Rücklauf war sehr gut." Mehr als 50 Vereine hätten sich für eine Mitwirkung am Umzug angemeldet. "Und es gibt sehr kreative Vorschläge." Laut Kulturamtsleiterin Klopfleisch werde die Geschichte von der Stadtgründung bis in die Neuzeit dargestellt. Dabei werden natürlich unter anderem der Bergbau, die Mansfelder Grafen, Martin Luther und die Wiese eine Rolle spielen. Auch die Ortsteile werden Bilder gestalten. "Wichtig ist, dass es nicht zu viele und zu große Fahrzeuge gibt. Die halten den Umzug nämlich immer auf", so Klopfleisch, die seit mehr als zehn Jahren die Sachsen-Anhalt-Tage und die Festumzüge miterlebt hat. Auch die einzelnen Präsentationen dürften nicht zu lange dauern.

Für die Kostümierung der Darsteller kann die Lutherstadt zum einen auf ihren eigenen umfangreichen Fundus zurückgreifen. "Wir haben mehr als 2 000 historische Kostümteile", so Klopfleisch. Die hochwertigen Kleidungsstücke sind in den 1990er Jahren auf Initiative der damaligen Kulturamtsleiterin Gudrun Riedel im Kulturhaus genäht worden. Zum anderen, so Klopfleisch, arbeite die Stadt sehr gut mit dem Theater zusammen. Außerdem werde bei Bedarf ein Kostümausstatter in Gera in Anspruch genommen.

Interessenten können sich unter Telefon 03475/65 56 00 oder 65 56 14 melden. E-Mail: kulturamt@lutherstadt-eisleben.de

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