Noch 90 Tage bis zum 21. Sachsen-Anhalt-Tag

VON FABIAN WAGENER

EISLEBEN/MZ - Musikbühnen, Stände, ein buntes Programm: Der Sachsen-Anhalt-Tag soll zahlreiche Besucher in die Lutherstadt Eisleben locken. Es soll ein besonderes Fest werden, fröhlich, ausgelassen, entspannt. Wie aber denken die Eisleber über das große Event? Freuen sie sich darauf? Was versprechen sie sich davon? Und was erwarten sie?

Für Christel Homburg ist die Sache klar. Sie freut sich sehr, dass das Landesfest in nunmehr 90 Tagen in der Lutherstadt stattfinden wird. "Dann ist in Eisleben endlich mal was los", sagt sie. Sie hoffe, dass der Sachsen-Anhalt-Tag viele Besucher anlockt, dass es ein Fest für Jung und Alt wird. Dass das gelingt, daran scheint sie wenig Zweifel zu haben. "Die Eisleber feiern ja gern", sagt sie und lacht. Ganz ähnlich sieht es auch Harald Demuth, der gemeinsam mit Homburg durch die Stadt schlendert. Er freue sich auch sehr, sagt er. "Der Sachsen-Anhalt-Tag ist wichtig für die Förderung des Tourismus."

Er wünsche sich allerdings, dass sich die Lutherstadt etwas sauberer und weniger verdreckt zeige, als dies derzeit der Fall ist, Hundekot und Müll seien ein Problem. Momentan, sagt er, sei Eisleben, was den Schmutz angeht, "wenig einladend".

Auch die 33 Jahre alten Stephanie Diessner und Stephanie Helmbrecht blicken mit Vorfreude auf die Veranstaltung Mitte Juni. Die Stadt sei dann voll, sagen sie, das sei schön. Sie werden mit der Familie hingehen, und sie hoffen, dass für die Kinder was geboten wird. Und auch für ihre Altersklasse. "Vielleicht spielen ja interessante Bands", sagt Helmbrecht. Doch nicht jeder, den man zum Sachsen-Anhalt-Tag befragt, blickt dem Ereignis mit ähnlicher Vorfreude entgegen wie Homburg, Demuth, Diessner oder Helmbrecht. Albrecht Schaffhäuser etwa kann dem ganzen nicht allzu viel abgewinnen. "Ich freue mich nicht so richtig, mich interessiert das nicht so." Hingehen wolle er nicht, sagt er.

Hingehen wird Rainer Gerlach auf jeden Fall. Er freue sich über den Sachsen-Anhalt-Tag, genau wie über jede andere Veranstaltung, die die Stadt und Region belebt. Den Zeitpunkt der Feier, den findet er indes ein wenig unglücklich.

Einerseits, weil in diesem Jahr auch das Reformationsjubiläum gefeiert wird. Dies werde von der Stadt leider nicht in ausreichender Weise vermarktet, kritisiert er. Und anderseits, weil der Sachsen-Anhalt-Tag bereits im Vorjahr in Sangerhausen und damit im gleichen Landkreis stattfand. Aus Sicht von Gerlach wäre es besser gewesen, sich in diesem Jahr auf das Reformationsjubiläum zu konzentrieren und vielleicht in zwei, drei Jahren dann den Sachsen-Anhalt-Tag auszurichten.

Dennoch verbindet auch er durchaus Hoffnungen mit dem im Juni anstehenden Landesfest, etwa einen steigenden Bekanntheitsgrad für Stadt und Region. "Was ich mir wünsche, ist, dass die Besucher, die vielleicht das erste Mal in Eisleben sind, einen positiven Eindruck von unserer Stadt und der Region bekommen, den sie dann weitertragen."

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