Noch 87 Tage bis zum 21. Sachsen-Anhalt-Tag

VON JÖRG MÜLLER

EISLEBEN/MZ - Nein, langweilig sei ihm wirklich nicht gewesen, sagt Ingo Zeidler (63). Der ehemalige Leiter des Eisleber Betriebshofs ist vor vier Jahren in die Altersteilzeit gewechselt, seit knapp zwei Jahren ist er im Ruhestand. Zeidler arbeitet gern im Garten, ist täglich mit Terrier "Charly" unterwegs, unternimmt mit seiner Frau Wandertouren und hat seit zwei Jahren noch ein neues Hobby: Er ist Imker. Nicht zu vergessen sein Amt als Vorsitzender des Eisleber Carnevalsvereins "De Lotterstädter".

Langeweile war es also nicht, die ihn dazu gebracht hat, noch einmal in einem Büro zu sitzen. "Die Oberbürgermeisterin hat mich gefragt, ob ich bei der Vorbereitung des Sachsen-Anhalt-Tages mitmachen würde", erzählt Zeidler. Und so gehört er nun seit Anfang Oktober zum Organisationsteam. "Ich habe einen richtigen Arbeitsvertrag mit der Stadt." Acht Stunden pro Woche ist er regulär beschäftigt. "Was darüber hinaus geht, ist Ehrenamt", sagt er.

Im Organisationsbüro im Rathaus ist Zeidler aktuell dafür zuständig, die Bewerbungen der Vereine und anderer Mitwirkender zu erfassen und in eine Computerdatei zu übertragen. "Manchmal fehlen Angaben, die dann noch nachgereicht werden müssen." Auch an den Vor-Ort-Begehungen mit den Vertretern der Vereine, Landkreise und Hilfsdienste nimmt Zeidler teil. "Wir müssen uns draußen ansehen, ob die Flächenplanung auch wirklich aufgeht." Mit seiner früheren Arbeit habe dieser Job nichts zu tun. "Es ist ganz interessant, mal etwas anderes." Als Betriebshof-Chef ist Zeidler anfangs für den Wiesenmarkt verantwortlich gewesen; die Organisation lag aber auch damals schon in der Hand von Siegmund Michalski, dem heutigen Leiter des Eigenbetriebs Märkte und Chef des Organisationsteams für den Sachsen-Anhalt-Tag.

Die Arbeit im Büro mit Berater Gerald Fuchs sei sehr angenehm. "Wir kommen gut miteinander aus", sagt Zeidler. Das Landesfest in Eisleben bringt ihm übrigens nicht nur eine befristete Rückkehr ins Arbeitsleben, sondern auch eine persönliche Premiere. "Ich bin bis jetzt noch nie auf einem Sachsen-Anhalt-Tag gewesen." Das wird diesmal natürlich anders sein. "Ich muss mir ja angucken, was wir fabriziert haben."

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