Noch 85 Tage bis zum 21. Sachsen-Anhalt-Tag

Martin Luther als Handpuppe präsent

Im Vikariatsgarten hinter Luthers Sterbehaus entsteht eine Reformationsstadt.

EISLEBEN/MZ/JM - Ein Maskottchen wie die RoseMarie im vergangenen Jahr in Sangerhausen wird es zum Sachsen-Anhalt-Tag in Eisleben nicht geben. Die 19-jährige Sangerhäuserin Anne-Marie Liske hatte in einem extra geschneiderten Kleid das Landesfest begleitet. Martin Luther, der das Logo für den diesjährigen Sachsen-Anhalt-Tag in der Lutherstadt ziert, wird zwar nicht als Maskottchen auftreten, aber trotzdem präsent sein: als Kinder-Handpuppe.

Im Vikariatsgarten hinter dem Museum Luthers Sterbehaus wird nämlich eine Kinder-Reformationsstadt entstehen. Wie der Eisleber Pressesprecher Maik Knothe erläutert, sei diese Idee gemeinsam mit dem städtischen Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen entstanden. "Die Kinder aus den Kindertagesstätten werden das gesamte Gelände während des Landesfests bespielen", so Knothe. Der Vikariatsgarten werde damit ein Anlaufpunkt für Familien mit Kindern sein. Und dabei werde die Luther-Handpuppe natürlich eine wichtige Rolle spielen. "Die Puppe wird sozusagen das Maskottchen der Reformationsstadt sein."

Es gehe darum, das Thema Reformation aufzunehmen und kindgerecht zu gestalten, so der Sprecher. Unter anderem werde es Spiele geben; es kann gemalt werden; und man kann sich verkleiden. Die beteiligten Kindertagesstätten bereiten das Projekt bereits seit einiger Zeit vor. Die kirchlichen Kitas werden sich laut Knothe im ökumenischen Kirchendorf an der Andreaskirche präsentieren.

Der evangelische Kindergarten "Kirchenmäuse" beschäftigt sich schon länger mit Martin Luther und dem Reformationsjubiläum. Dabei ist auch regelmäßig die Luther-Handpuppe mit von der Partie. Die Kinder finden so viel leichter einen Bezug zum Reformator und seinem Wirken. Auch zu den Kranzniederlegungen am Luther-Denkmal auf dem Markt wird die Puppe gern mitgenommen.

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